Kufti zugeschnittenMit dem neuen Kultur- und Freizeitticket der Stadt Frankfurt haben nun rund 80 Prozent der Kinder ab dem 2. Juni 2020 in über 30 Museen und im Zoo freien Eintritt.

 

 

 

Mit dem scheckkarten-großen Ausweis können Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit einem Wohnsitz in Frankfurt Dauer- und Sonderausstellungen in über 30 Ausstellungshäusern kostenfrei besuchen. Voraussetzung ist, dass das monatliche Haushaltseinkommen in ihrem Haushalt nicht höher als 4500,- € ist. Für alle anderen Interessenten, die nicht in Frankfurt wohnen oder deren Einkommen diese Grenze überschreitet, kostet das Ticket den (symbolischen) Preis von 29,- € jährlich!

 

Mit diesem neuartigen Projekt will die Stadt Frankfurt bei jungen Museumsbesuchern das Interesse an Kunst wecken und mehr kulturelle Teilhabe für junge Menschen ermöglichen. Bereits seit 2017 ist der Eintritt für Kinder und Jugendliche in die städtischen Museen frei. Die Vorhaben der Stadt Frankfurt sind von Erfolg gekrönt worden. Seit der Einführung der Regelung konnte die Besucherzahl von 47.400 im Jahr 2016 auf 95.000 Personen im Jahr 2019 verdoppelt werden!

 

Mit dem neuen Kultur- und Freizeitticket erweitert sich nun der Kreis der Einrichtungen, die man kostenfrei besuchen kann, zusätzlich um eine beachtliche Anzahl nicht-städtischer Institutionen. Der Frankfurter Zoo, die Bildungsstätte Anne Frank e.V. und das Eintracht-Museum gehören beispielsweise dazu. Die umfassende Liste der an dem Projekt beteiligten Museen und Einrichtungen kann man unter www.kufti.de/page/Partner einsehen.

 

Für das kostenfreie KUFTI benötigt man die persönlichen Daten des Kindes, eine Bestätigung der Schule oder Kita und überprüfbare Angaben zum Haushaltseinkommen. Mit diesen Unterlagen kann im zuständigen Sozialrathaus ein Antrag gestellt werden. Bei der 29,- €-Variante des Tickets entfallen die Angaben zu der Höhe des Einkommens und zu dem Wohnort.

 

Obwohl die derzeitige Corona-Krise voraussichtlich große Löcher in den Haushalt der Stadt reißen wird, will Oberbürgermeister Feldmann an dem Projekt festhalten. Da gerade jetzt unzählige Unterrichtsstunden ausgefallen sind und für viele Familien in diesem Jahr kein Urlaub möglich sein wird, hält er dies für wichtig. Für das erste Jahr hat die Stadt Frankfurt dafür ein Budget von einer Million Euro bereitgestellt. Trotz dieser finanziellen Belastung ist dem Projekt ein erfolgreiches Gelingen zu wünschen. Dieses bundesweit einmalige Angebot könnte langfristig eine beachtliche Signalwirkung entfalten.

 

 

Text: pis
Graphik: Stadt Frankfurt

Juli 2020

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