LogoSeit dem 20. September bis zum 2. November

findet die Rugby-Weltmeisterschaft
in Japan statt. 16 Teams kämpfen dort um
die Krone des Sports vor einem begeisterten
Publikum.

 

 

„Fußball ist ein Sport für Gentlemen, aber gespielt von Rowdies.

Rugby ist ein Spiel für Rowdies, aber gespielt von Gentlemen.“
Mit dieser alten Weisheit werben die Fans weltweit für ihren robusten Sport. Die riesengroße Anhängerschaft des Spiels mit dem elipsoiden Ball muss aber nicht mehr überzeugt werden. Sie blicken zur Zeit alle gespannt auf das Land der aufgehenden Sonne, das dieses Jahr die 9. Weltmeisterschaft ausrichtet und die Blicke des Globus auf sich zieht.
Die Blicke der Welt? Rugby?
SpielszeneDas erweckt hierzulande höchstes Erstaunen. Denn dieser Sport wird in Deutschland nur als Nischen- und Randsportart wahrgenommen .Außerhalb dieser kleinen Diaspora ist kaum bewusst, dass Rugby zu den größten und meistgespielten Sportarten der Welt gehört.
So ist die alle 4 Jahre ausgerichtete Weltmeisterschaft das drittgrößte Sportevent der Welt. Nur die Olympischen Sommerspiele und die Fußball-Weltmeisterschaften können sich noch größere Ereignisse nennen.
Doch langsam schwappt die Begeisterung für diesen Sport auch über unsere Landesgrenzen. Immerhin gilt z.B. bei unseren europäischen Nachbarn Großbritannien und Frankreich Rugby als der Rivale des Fußballs Gassein der Zuschauergunst und füllt (nicht nur) in diesen Ländern leicht Stadien mit 80.000 Fans.

Das nahm dieses Jahr auch das deutsche Fernsehen (in Form des Senders Pro 7 Maxx, Infos unter ran.de/Rugby) zum Anlass, die aktuellen Spiele der WM auch in hiesige Wohnstuben zu übertragen. Und treffen dem Vernehmen nach auf wachsende Begeisterung und Zuschauerzahl. Und wer die bekannten Bilder und Szenen aus den allseits TV-präsenten Fußballstadien gewohnt ist und sich unvermittelt mit der Rugbyszene konfrontiert sieht, meint sich in eine andere Welt versetzt.
Zehntausende enthusiastische Zuschauer auf einem Haufen, zum Teil wild in ihren Landesfarben kostümiert und geschminkt, unbändig fröhlich, singend, feiernd… und, kaum zu glauben, gemeinsam bunt durcheinander gemixt. Ob Freund oder Anhänger der gegnerischen Mannschaft, schlicht neutral und nur dem rauhen Sport verschrieben, SrumMann, Frau, Kind. Wo ist die Fan-Trennung, sind die Zäune, Absperrgitter, wo die riesigen Polizeiaufgebote, truppenstarken Ordnerriegen? Käfigartiger Schutz des Spielfeldes?
Gibt es im Rugby nicht, wird alles nicht gebraucht, da die „Rugger“ weltweit allesamt friedlich gesinnt sind. Da wird einfach gemeinsam gefeiert, auch wenn der eigene Favorit das Hintersehen hat. Gerauft wird nur von den Aktiven auf dem Platz.
Und das nicht gerade wenig, natürlich alles in geregelten Bahnen. Aber als uneingeweihter Neuling gefriert einem das Blut in den Adern, sieht man die durchtrainierten Körper wuchtig aufeinanderprallen. Und staunt, wenn sich 130 Kilo schwere Athleten schnell wie Leistungssprinter eine Schneise durch
ebenso gewichtige Gegner schlagen.Haka TV
Zudem kann sich der Ergriffenheit keiner entziehen, wenn die Teams aus der Südsee vor den Spielen ihre traditionellen Kriegstänze zelebrieren. Und hat man alles in sich aufgesogen, kann man sich der Faszination Rugby kaum mehr enthalten und ist gebannt.
Wer „Blut geleckt“ hat, kann auch in Deutschland die Rugbywelt begutachten, sogar in Frankfurt wird gespielt. Eintracht Frankfurt hat eine eigene Rugbyabteilung und der SC Frankfurt 1880 beherbergt immerhin den aktuellen Deutschen Meister. Auch die 1880er Jugend kann viele Meistermannschaften vorweisen.
Der ganz große Sport winkt dann wieder in 4 Jahren, bei der nächsten Rugby-Weltmeisterschaft 2023 in Frankreich.

 

Text: cdw
Fotos: Spielszenen aus Videos von ran.de Partie Neuseeland - Irland
Oktober 2019

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen