IMG 7357 1Am 28. August fand auf der Körnerwiese die feierliche Eröffnung des „Strickweg Gallus“ statt. Dabei wurden die ersten fertiggestellten Objekte des neuen Projektes im Gallus enthüllt.

 

 

IMG 2693Inspiriert von diversen Guerilla-Aktionen in anderen Stadtteilen von Frankfurt, aber auch durch die gestrickten Objekte beim Krönungsweg am Römerberg, hatte das „Quartiersmanagement Gallus“ bereits im März die Idee, auch das Gallus zu „bestricken“ und somit zu verschönern. Leider wurde der Termin durch die Corona-Pandemie unmöglich und musste auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Am Freitag, den 28. August war es nun, trotz aller widrigen Umstände, soweit und die Idee konnte in die Realität umgesetzt werden.

 

Die Pandemie war für die Aktion insoweit von Vorteil, weil viele Beteiligte die Zeit nutzten, um zu stricken und zu häkeln. Die Initiative des „Quartiersmanagement Gallus“ fand im Viertel viele geneigte Mitstreiter*innen und einige Institutionen unterstützen das Projekt ebenso. Zum Beispiel auch die GFFB.

 

Die Eröffnung des Strickwegs fand unter Berücksichtigung der derzeit gültigen Hygiene-Vorschriften mit reger Beteiligung von Mitstricker*innen um 13.30 auf der Körnerwiese IMG 7296statt. Sogar im Publikum wurde noch fleißig gestrickt und gehäkelt. Das nahe Eiscafé unterstützte die Teilnehmenden mit Gratis-Kaffee oder Eis.

 

Nachdem die Sozialdezernentin Frau Birkenfeld, die Initiatoren sowie die Kooperationspartner mit kurzen Reden die Initiative lobten und das gesamte Viertel zum Mitmachen aufforderten, wurden feierlich die ersten fertigen Objekte enthüllt: Ein schön eingestrickter Stuhl und ein sehr liebevoll und überaus detailreich verschönertes Fahrrad von der GFFB. Der einzige Herr bei den unterstützenden Partnern erzählte von seinen eigenen Erfahrungen mit der Materie, nämlich als er im Kindesalter einen von ihm gehäkelten Topflappen, den er unter reger Mithilfe der Oma seiner Mutter zu Weihnachten schenkte. Sein Fazit: „Einmal und nie wieder!“ sorgte für viel Belustigung bei den Anwesenden, worauf er anmerkte: „Das Ding gibt es aber heute noch!“

 

Bei der anschließenden Begehung der Frankenallee, die der zentrale Ort des Strickwegs ist, wurden die schon fertigen Objekte bestaunt: bestrickte Bänke auf dem Grünstreifen, umstrickte Handläufe an der Friedenskirche. Auch die Straßenpoller davor sind jetzt umhäkelt und umstrickt. Der Bücherschrank ein Stück weiter wurde mit vielen Blumen IMG 2729aus Wolle verschönert und am nahen Laternenmast dient ein gehäkeltes Mobile als Hinweis. Das derzeitige Ende des Weges ist die Begegnungsstätte für ältere und behinderte Menschen Gallus. Dort wurden die beiden Säulen neben dem Eingang umstrickt und umhäkelt und zusätzlich noch mit Schleifen verziert. Am Rande war der Satz zu hören: „Was Christo im Großen gemacht hat, machen wir im Kleinen.“

 

Für Mitstricker*innen, die sich gerne beteiligen möchten, steht im „Quartiersmanagement Gallus“ jede Menge Wolle umsonst zur Abholung bereit. Die Initiatoren wünschen sich sehr, dass die Idee große Zustimmung und Beteiligung im Viertel erfährt. Man hat die Hoffnung das es nicht nur die Frankenallee bleibt die bunter, schöner und heimeliger wird, sondern auch die Nebenstraßen und vielleicht sogar das Europaviertel. Die Teilnehmer des Projekts „Stadtteil und Kulturarbeit“ bei der GFFB werden mit regelmäßigen Begehungen das Projekt beobachten, dokumentieren und unterstützen.

 

Idee und Organisation des Strickwegs: Quartiersmanagement Gallus

Kooperationspartner: KIZ-Gallus, Caritas Gallus, Monikahaus, Begegnungszentrum/ Frankfurter Verband und GFFB

 

 

Autor: bek

Fotos: bek und yl

Datum: September 2020

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