Teaser 001Wildnis in der Stadt - klingt im ersten Moment nach Postapokalypse wie man sie aus so manchem Blockbuster kennt. Dass Wildnis auch ohne Apokalypse einen Platz in der Stadt hat, zeigt uns Frankfurt seit 2016.

 

 

 

Das Projekt „Städte wagen Wildnis“ ist 2016 ins Leben gerufen worden. Die Städte Hannover, Frankfurt am Main und Dessau-Roßlau sind Teilnehmer, die mit verschiedenen Ausgangsbedingungen, was die Stadtbevölkerung angeht, starten. Im Rahmen des Projektes werden ausgewählte urbane Flächen verwildertNordpark1 001 und von der Forschung begleitet. Die Ziele des Projekts sind vielfältig und zielen sowohl auf die Natur als auch auf die Bewohner der Stadt. Hier eine kleine Übersicht:

  • Erhaltung und Förderung von Arten- und Biotopenvielfalt
  • Lebensqualität der Stadtbevölkerung steigern
  • Begeisterung für Stadtwildnis wecken
  • Urbane Natur erreichbar und erlebbar machen
  • Neuartige Landschaftsbilder erschaffen
  • Weg für mehr urbane Wildnis ebnen

Die größte Herausforderung, die sich diesem Projekt stellt, ist die Akzeptanz von den Bewohnern der Stadt. Hierzu werden zahlreiche Veranstaltungen angeboten, die man auf ihrer offiziellen Website und ihrer Facebook-Seite finden kann. Auf der Facebook-Seite findet man zusätzlich noch interessante TV-Programmhinweise zum Thema Natur.

 

Frankfurt hat zum einen den „Monte Scherbelino“ verwildern lassen. Ein Gebiet am Fuß des ehemaligen Mülldeponiehügels im Frankfurter Stadtwald, welches manche Frankfurter noch als beliebtes Ausflugziel kennen. Leider musste es nach wenigen Jahren wegen Emissionsausstößen geschlossen werden. Auch heute ist der Zugang nur mit Fachpersonal erlaubt, da dort sehr empfindliche Forschungsgeräte die Verwilderung überwachen. Von dort hat man eine fantastische Panorama-Aussicht auf die Stadt, es ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

Zum anderen ist der Nordpark nahe des alten Flugplatzes Bonames verwildert worden. Seit den 1970er gilt er als Freizeitbereich und Grünanlage. Alte Kleingärten, welche einst Teil der Grünanlage waren, hat sich die Natur zurückgeholt.Nordpark 001 Ebenso wie die Relikte eines Spielplatzes und einer Grillhütte. Die renaturierte Flussschleife der Nidda ist in das Bildungsprogramm GrünGürtel eingebunden. Bei einem Spaziergang in diesem Park kann man sich mitten im Grün wiederfinden, sodass man die Stadt weder sehen, hören, noch riechen kann. Einmal im Monat bieten Wild-Lotsen eine Exkursion und einen Aktionsnachmittag für Jung und Alt an, bei dem man beispielsweise eine Regatta mit selbstgebauten Rindenbooten macht, die Farben des Regenbogens in der Umgebung sucht oder Fraßspuren von Haselmäusen aufspüren kann.

 

Verfasser: srs

Fotos: srs

erstellt: Juli 2020

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