TeaserbildAnlässlich des 90. Geburtstags Mario Adorfs präsentiert das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum (DFF) in Frankfurt vom 22. Januar bis zum 26. April 2020 in Form einer Foyerausstellung eine „Nahaufnahme“ des Künstlers.

 

 

Adorf ElsnerMario Adorf, geboren am 8. September 1930 in Zürich und aufgewachsen in Mayen in der Eifel, ist einer der profi­liertesten zeitgenössischen Charakter­darsteller auf der Bühne, im Kino und im Fernsehen. Nach Engagements am Theater gelang ihm 1957 mit „Nachts, wenn der Teufel kam“ der Durchbruch als Filmschauspieler. An der Seite von Kolleg­innen und Kollegen wie Hannelore Elsner, Klaus Kinski, Otto Sander, Senta Berger, Hardy Krüger, aber auch in internationalen Produktionen mit Weltstars wie Claudia Cardinale, Sean Connery, Alec Guinness, Richard Harris und Charlton Heston bewies Adorf, dass er aus der Filmgeschichte seit den 1950er Jahren nicht mehr wegzudenken ist.


IMG 2898Darüber hinaus betätigt Adorf sich als Hörbuchautor und Schriftsteller. Er studierte ab 1950 an der Universität Mainz Philosophie, Psychologie, Kriminologie, Literatur, Musikgeschichte und Theater­wissenschaften. In mehr als 50 Jahren hat Adorf in über 120 Filmen mitgespielt. Seine dem breiten Publikum bekannteste Rolle war die des Bösewichts in der Karl-May-Verfilmung „Winnetou 1“ von 1963. Dort übernahm er die Rolle von Winnetous Gegenspieler Santer. Die Hauptrollen waren mit Lex Barker und Pierre Brice sowie mit Marie Versini und Ralf Wolter besetzt. Ein späterer Film mit Adorf als Hauptdarsteller war „Die Blechtrommel“ von 1979 – eine Verfilmung des gleich­namigen Romans von Nobelpreisträger Günter Grass. Adorf verkörperte in der Rolle als Alfred Matzerath den Vater der Hauptfigur Oskar (gespielt von David Bennent). Dieser Film wurde als bester fremd­sprachiger Film mit einem Oscar ausgezeichnet.


In den letzten Jahren trat Adorf regelmäßig als Buchautor und vortragender Sänger in Erscheinung. Häufig war er auch als Synchronsprecher tätig und lieh beispielsweise dem Drachen Draco in „Dragonheart“ seine Stimme.


Adorf ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen. Er erhielt den Deutschen Filmpreis für sein Hauptrollendebüt, den Bayerischen Verdienstorden, den “Ehren-Leoparden” des Filmfests Locarno (2016) und den “Bambi” für sein Lebenswerk (2016). Ihm zu Ehren verleiht die Stadt Worms seit 2018 den “Mario-Adorf-Preis” für besondere künstlerische Leistungen.


IMG 2875Die Ausstellung im Filmmuseum widmet sich seiner Mimik, Gestik und Stimme. Aushang- und Rollenbilder, Setfotografien, eine Ton- und eine Filmkompilation ver­mitteln einen Eindruck vom schauspie­lerischen Handwerkszeug des Künstlers. Für eine begleitende Filmreihe hat Mario Adorf persönlich einige seiner Filme ausgewählt, die im März im Kino des Deutschen Filminstituts zu sehen sein werden.


Text: Pet
Fotos: Pet
Februar 2020

 

Am Sonntag, den 8. März 2020, begrüßt das DFF Mario Adorf zu einem Film- und Gesprächsabend im Kino des DFF.

 

Filmvorführung ES HÄTTE SCHLIMMER KOMMEN KÖNNEN
17 Uhr + 20:30 Uhr

Foyergespräch mit Mario Adorf
19–20 Uhr

Eintritt Foyergespräch: 10 Euro
Kombi-Ticket Gespräch + Film: 16 Euro


Anschrift:

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum e.V.
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main
+49 69 961 220 – 0
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ÖFFNUNGSZEITEN – AUSSTELLUNGEN

Mo Geschlossen
Di - Do 10:00 - 18:00 Uhr
Fr 10:00 - 20:00 Uhr
Sa - So 10:00 - 18:00 Uhr

 

Anfahrt:

U1, U2, U3, U8: Schweizer Platz
U4, U5: Willy-Brandt-Platz
Tram 15/16: Schweizer-/ Gartenstraße

 

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