TeaserbildDer Frankfurter Künstlerclub e.V. präsentiert in dem Zyklus „Wintergäste 2019/20“ eine Reihe kurzer Ausstellungen (jeweils drei Tage) von Arbeiten im Vorjahr neu beige­tretener Künstler*innen.

 

 

Mitten in Frankfurt in der Bockenheimer Anlage zwischen dem Eschenheimer Tor und der Alten Oper befindet sich das idyllisch gelegene denkmalgeschützte Nebbiensche Garten­haus. Seit Jahren steht der kleine klassizistische Pavillon für Ausstellungen zur Verfügung.


 MG 17281955 gründete die Schauspielerin Dodo van Doeren (1898-1977) den Künstler-Hilfsverein "Gebende Hände", welcher heute unter dem Namen "Frankfurter Künstlerclub e.V." weiterhin existiert. Er wurde mit dem Ziel gegründet, Kunst­schaffenden und Kunstfreunden aus den Sparten Malerei, Musik, Fotografie, Liter­atur, Schauspiel und Bildhauerei ein Podium zum Verfolgen gemeinsamer Interessen und zum Austausch von Erfahrungen zu bieten. Darüber hinaus hat sich der Verein der Förderung jungen begabten, aber noch nicht etablierten Künstler*innen verschrieben. Die Mitglieder kommen aus Frankfurt und der Umgebung. Bekannt geworden ist der Verein innerhalb des Frankfurter Kulturlebens durch seine wechselnden Ausstellungen, sonntägliche Musik- und Lesungsmatineen, Jazzkonzerte und Lesungen am Freitagabend. Der Künstlerclub hat damit ein Forum etabliert, das den Schaffenden die Möglichkeit gibt, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren und vorzustellen.


 MG 1733Das klassizistische Häuschen wurde von dem berühmten Architekten Salins de Montfort 1810 für den Verleger Marcus Johannes Nebbien als Pavillon auf dem Grundstück seines an der Hochstraße gelegenen Hauses erbaut. Das Garten­haus wurde nach 1840 durch zwei Seiten­flügel erweitert, das Mittelgebäude ist unterkellert. Das Gebäude ist von klein­teiligen gepflegten Gartenanlagen umgeben. Es ging nach Nebbiens Tod in den Besitz des Bankiers Philipp Bernhard Andreae über. Dieser hat das Gartenhaus 1867 an die preußische Armee verkauft, die es zeitweise sogar als Musterungslokal für die Frankfurter Rekruten nutzte. Nachdem das Gartengrundstück nebst Pavillon an die Stadt Frankfurt übergegangen war, wurde es in die von Sebastian Rinz entworfene öffentliche Promenade der Wallanlagen einbezogen. Während des zweiten Weltkriegs überstand das Nebbiensche Gartenhaus die Zerstörungen der Luftangriffe unversehrt. Von den ehemals 250 Gartenhäusern in Frankfurt war es das einzige, das die Zeitläufe überlebte. 1952 wurde es aus Spendenmitteln renoviert und der Ziergarten neu angelegt. In dem Ziergarten wurden zwei Brunnen aufgestellt: Ein italienischer Renaissance-Brunnen aus Marmor, der aus der Villa Waldfried des Frankfurter Unternehmers Carl von Weinberg stammte und ein kleiner Springbrunnen. Dieser ist aus einem Säulenkopf aus weißem Sandstein gefertigt und mit einem schmiedeeisernen Brunnenhäuschen verziert.


Lassen Sie sich von der Atmosphäre des von Weinlaub umrankten Nebbienschen Gartenhauses in der Bockenheimer Anlage inspirieren, das – inmitten eines wunder­schönen Parks mit altem Baumbestand gelegen – zum Verweilen einlädt.

 

Text: Pet & pis

Fotos: Pet

Januar 2020

 

Der "Wintergäste 2020"-Ausstellungszyklus (Januar bis Februar)


Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Die Künstler sind während der Aus­stellungszeit anwesend.


Rita Schneider "Lichtblicke"
Vernissage: Donnerstag, 09. Januar 2020 - 19:00 Uhr
Ausstellung: 10. bis 12. Januar 2020
Freitag - Samstag – Sonntag: 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
In farbenfrohen Bildern thematisiert die Künstlerin Lichtblicke, die Mut und Hoffnung in schwierigen, dunklen Lebensabschnitten geben.

 

Piero Majorana "Die Farben eines Tierarztes"
Vernissage: Donnerstag, 16. Januar 2020 - 19:00 Uhr
Ausstellung: 17. bis 19. Januar 2020
Freitag - Samstag – Sonntag: 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Der ausgebildete Tierarzt fokussiert sich in seinen Werken auf die realistisch dargestellte Natur mit ihren Pflanzen, Tieren und Landschaften.

 

Farah Zimmermann "Waiting for spring"
Vernissage: Donnerstag, 23. Januar 2020 - 19:00 Uhr
Ausstellung: 24. bis 26. Januar 2020
Freitag - Samstag – Sonntag: 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Die in Acryl und Öl gemalten, mit ungewöhnlicher Farbgebung gestalteten, Bilder von Naturphänomenen werden von lyrischen Texten der Künstlerin begleitet.

 

Gabriele Böhmer "KörperWelten"
Vernissage: Donnerstag, 23. Januar 2020 - 19:00 Uhr
Ausstellung: 24. bis 26. Januar 2020
Freitag - Samstag – Sonntag: 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
An der Grenze zwischen dem Figurativen und dem Abstrakten widmet sich die Künstlerin verschiedenen Aspekten des weiblichen Körpers.

 

Karin Tart "Flashback - eine Rückschau auf das alte Frankfurt und seine Zeit"
Vernissage: Donnerstag, 06. Februar 2020 - 19:00 Uhr
Ausstellung: 06. bis 08. Februar 2020
Freitag - Samstag – Sonntag: 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Auf schwarz-weißen oder sepia-farbenen fotorealistischen Ölbildern, die auf alten Photographien als Vorlagen basieren (könnten), wird das frühere Leben in der Stadt Frankfurt mit ihren Menschen und Gassen dargestellt.

 

Angelica Twardella "Figur und Landschaft"
Vernissage: Donnerstag, 13. Februar 2020 - 19:00 Uhr
Ausstellung: 14. bis 16. Februar 2020
Freitag - Samstag – Sonntag: 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Die Ausstellung fällt leider aus!

 

Adresse:

Frankfurter Künstlerclub e.V. / Nebbiensches Gartenhaus
Bockenheimer Anlage 5
60322 Frankfurt am Main

 

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