IMG 7132 1 001Die Ausstellung „Sound of Disney“ lädt ein, Kindheitserinnerungen wieder aufleben zu lassen und einen Ausflug mit der ganzen Familie zu machen. Disney verzaubert Alt und Jung gleichermaßen. Pausiert derzeit wegen Corona.

 

 

„Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet.“ (Alice im Wunderland) Mit der Ausstellung „Sound of Disney“ bedankt sich das Filmmuseum dafür, dass Walt Disney an die Unmöglichkeit sprechender Zeichentrickfiguren nicht glaubte. Ohne diesen Pionier der Filmgeschichte hätte es wohl nie so viele Trickfilme gegeben, die Jung und Alt begeistern. Der „Sound“ war das neue und innovative Element in den Disney-Produktionen seit „Steamboat Willie“ 1928. Deshalb bezieht sich die Ausstellung auf den „Sound“ der Produktionen, die zur Lebenszeit von Walt Disney mit Ton entstanden sind. „Das Dschungelbuch“ gilt hierbei als seine letzte Produktion.

IMG 7032 1 001Schon im Foyer empfangen einen die vertrauten Klänge der Disney-Klassiker. Innerhalb eines Rondells kann man in einem Sitzkissen den „Sound of Disney“ auf sich wirken lassen. Beim Vorzeigen der Eintrittskarte bekommt man Informationen zu den üblichen Regelungen eines Museumsbesuches und den Corona-Bestimmungen noch einen Hinweis auf einen Bildschirm, der einen Ausschnitt aus „Fantasia“ zeigt. Die Ausstellung selbst zeigt Zeichnungen bekannter Figuren wie Dumbo, Pinocchio und Mickey Maus. Auch die Folien, auf welche die Zeichnungen übertragen und koloriert werden, sind zu bewundern. Gerade bei „Bambi“ kann man die einzelnen Arbeitsschritte und bei „Dornröschen“ die Verwendung der Folien in Verbindung mit den Hintergründen sehr gut nachvollziehen. Es hängen mehrere Filmplakate aus, von denen eines besonders auffällt. Das Plakat zum Film „Peter Pan“ fällt nicht nur durch seine Größe, sondern auch als beliebtes Fotomotiv auf. Es sind nicht nur Eltern, die ihre Kinder in der typischen „Pan-Pose“ knipsen, auchIMG 7075 1 001 die Angestellten werden hin und wieder als Fotografen herangezogen. Diverse Programmhefte und Noten zu den Filmen liegen aus. Ausstellungsstücke, die ein besonderes Augenmerk verdienen, sind ein Storyboard von einer Szene aus „Dornröschen“, ein Drehbuch mit handschriftlichen Anmerkungen vom „Dschungelbuch“, Tabletts mit Interviews von vier Mitarbeitern und ein Zeichentrickfilm, der erklärt, wie der Ton auf den Film kommt. Bildschirme bieten weitere Informationen an. In der gesamten Ausstellung gibt es vier Stück, die über Touch bedient werden und die alle ein Gebiet des „Sounds of Disney“ abdecken: Stimmen, Geräusche, Musik und Übersetzungen. Nun wird man sich jetzt fragen, was haben Übersetzungen mit dem „Sound“ zu tun? Antwort geben die Leinwände in der Ausstellung, auf welchen Filmausschnitte gezeigt werden. Auf zwei der insgesamt vier Leinwänden spielen bekannte Disney-Songs, die im Original-Ton IMG 7134 1 001(Englisch) und einer Übersetzung wiedergegeben werden. Es ist erstaunlich wie die Harmonie der Lieder erhalten bleibt: Ob man auf Türkisch mit Dumbo und seiner Mutter weint, auf Finnisch mit den Mäusen das Cinderella-Kleid näht oder auf Französisch mit Dornröschen und ihrem Prinzen tanzt. In zwei kleinen Kinos werden noch Kunstfilme vom „Dschungelbuch“ gezeigt, die einem einen neuen Blickwinkel auf den größten Kinoerfolg von Disney ermöglichen.

Egal ob man sich über den „Sound of Disney“ informieren oder einfach nur in Kindheitserinnerungen schwelgen möchte, lohnt sich ein Besuch dieser liebevoll gestalteten Ausstellung.

 

 

Autor: srs

Fotograf: bek

Datum: September 2020

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