DSC00014An der Heilig Geist Kirche in Frankfurt-Riederwald gibt es seit Mitte August 2015 eine Fair-Teiler-Stelle. Diese Idee der Lebensmittelrettung, sollte in ganz Deutschland organisiert werden, um somit die sinnlose Entsorgung zu stoppen.

 

 

BILD0305Auch im Riederwald läuft nichts ohne engagierte Menschen, die ehrenamtlich tätig sind. Immer montags ab 15 Uhr treffen sich ehrenamtliche Helfer mit der Organisatorin am Hintereingang zum Clubraum. Dort ist ein kleiner Vorraum mit zwei Kühlschränken und Regalen einge­richtet. Im hinteren großen Clubraum stehen fünf Kühlschränke mit Gefrier­kombination um die eintreffenden Lebens­mittel einzulagern. Die freiwilligen Fahrerinnen sind schon Stunden vorher unterwegs, um die Geschäfte abzufahren, um die bereitgestellten Lebensmittel in den Kühlhäusern in geliehenen Klappkörben einzuräumen. Wenn die erste Fuhre kommt, stehen die Helfer schon bereit und laden die Körbe aus dem Auto aus und stellen sie in den großen Clubraum auf den Boden. Bis alle Lebensmittel ordentlich vorsortiert, verstaut und eingeräumt sind, vergehen bis zu vier Stunden!

 

BILD0300Das Sortiment an Lebensmitteln ist immer reichhaltig und teilweise abhängig von der Jahreszeit, was die Geschäfte bereit­stellen. Gerade in den wärmeren Monaten ist schnelles Einräumen erforderlich, da sich die Kühlkettenunterbrechung nicht vermeiden lässt. Schnell verderbliches Obst- und Gemüsesorten aller Art werden von den Helfern kontrolliert und aus­sortiert. Wurst- und Fleischwaren werden zum Teil eingefroren. Molkereiprodukte kommen immer in die Kühlschränke. Alles andere wird in den Regalen eingelagert.  

BILD0299Hinweisschilder hängen an den Kühl­schränken: "Verzehr auf eigene Gefahr!" Jeder der Lebensmittel mitnimmt, hat darauf zu achten, dass diese noch genießbar sind. Also aufmachen, riechen und probieren! So ist es eigenverant­wortlich gewährleistet, dass der Verzehr der Produkte unbedenklich ist. Es handelt sich um Lebensmittel, die in den Ge­schäften aufgrund der strengen Haltbar­keitsregelung nicht mehr verkauft werden dürfen. Dazu gehören verpackte Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte, Konserven, Süßigkeiten, Backwaren, Fertigprodukte. Insbesondere die Fleischartikel von der Grill­theke, sollten schnellstens verbraucht werden. 

BILD0304Artikel die nur kühl gelagert wurden, werden sofort in den Tiefkühlschrank ein­geräumt. So sind die Helfer fast drei Stun­den damit beschäftigt alles ordnungs­gemäß auszusortieren, einzulagern und zu entsorgen, was nicht mehr genießbar ist. (Selbstverständlich dürfen sich die Helfer während des Sortierens, selbst Lebens­mittel aussuchen und mitnehmen). Die Lebensmittelausgabe erfolgt jeden Diens­tag von 10 Uhr bis 11 Uhr und ist für alle. Jeder der sich Lebensmittel mitnimmt, zahlt ein Euro fünfzig. Das Team sucht noch freiwillige Helfer, welche die Organi­sation der Lebensmittelausgabe unterstützen. Diese sollten ein eigenes Auto besitzen, um damit die Geschäfte und Märkte abzufahren und dort die Lebensmittel einzuladen. Das Team freut sich über jede tatkräftige Unterstützung.

 

Text: ktm & Pet

Fotos: Pet  

Januar 2017

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